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Spendenübergabe Sparkasse Starkenburg

Bericht von Starkenburger Echo vom 24.10.2026. Unser Verein erhält dieses Jahr ein Spende von 1000,-€, die wir nach Vorstandsbeschluss für anstehende Investitionen für das Imkergelände verwenden. Folgend der Originaltext, der einen kleinen Faux-Pas enthält. Unsere Spende an die Stadt Heppenheim besteht aus 12 Kisten mit Honig für Bedürftige, nicht deren 12 Gläser!

Finanzspritze für Vereine
Gemeinsam mit der Stadt Heppenheim übergibt die Sparkasse Starkenburg jährlich Spenden an Heppenheimer Vereine. Wer diesmal davon profitiert.

Heppenheimer Närrinnen und Narren freuen sich über die Unterstützung zusammen mit Bürgermeister Rainer Burelbach (links) und Knut Roggatz
von der Sparkasse Starkenburg (rechts).Foto: Lisa Illert

Von Lisa Illert
HEPPENHEIM. Dicht gedrängt stehen die Ehrenamtlichen beisammen und fachsimpeln lebhaft an den Tischen: Wenn Rettungskräfte auf Fastnachter treffen und Sportler mit Historikern ins Gespräch kommen, steht in Heppenheim ein ganz besonderer Termin im Kalender.

Als die Sparkasse Starkenburg gemeinsam mit der Kreisstadt zur alljährlichen Spendenübergabe rief, war das Feuerwehrhaus in Kirschhausen gut besucht. 2,50 Euro je Einwohner. Der Ort war mit Bedacht gewählt, denn die Kirschhäuser Brandschützer feiern in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Genau 2,50 Euro je Einwohner stellt das Geldinstitut alljährlich für das lokale Vereinsleben bereit – eine Formel, die diesmal exakt 68.800 Euro in die Fördertöpfe spülte. Sparkassen-Bereichsdirektor Knut Roggatz und Bürgermeister Rainer Burelbach nutzten den Abend, um den Puls des Ehrenamts zu fühlen.

Erinnerung tut not

Dass bürgerschaftliches Engagement oft weit über das klassische Vereinsleben hinausreicht, zeigte der Verein „Stolpersteine Heppenheim – Erinnern für die Zukunft“. Vor dem Hintergrund jüngster rechtsextremer Vorfälle in der Region mahnte Christiane Wüstner: „Wir lesen es im Moment täglich in den Medien, dass leider antisemitische Einstellungen, Haltungen und Taten zunehmen in Deutschland.“ Umso wichtiger bleibe das aktive Gedenken. Wie die Rechnerin des Vereins am Rande erläuterte, kostet die Verlegung eines Messingsteins 120 Euro, rein finanziert über Bürgerspenden. 64 Steine wurden seit 2013 verlegt, elf davon im laufenden Jahr. Die Sparkassenspende fließt in Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten für Angehörige der NS-Opfer, die zur Verlegung nicht selten extra aus Israel anreisen.

Auf ein rundes Jubiläum steuert derweil der „Bürgerverein für gegenseitige Hilfe“ zu. Die 1997 gegründete Initiative, die auf Nachbarschaftshilfe via Punktesystem setzt, feiert 2027 ihr 30-jähriges Bestehen. Dass in die traditionsreiche Gemeinschaft zuletzt spürbar neuer Schwung eingekehrt ist, liegt an frischen Kräften, die die Seniorinnen und Senioren verstärken. „Viele bei uns sind seit dem Gründungsjahr dabei, wir haben einen Altersdurchschnitt von 78 Jahren. Umso mehr freuen wir uns über Jüngere, die neu dazukommen“, berichtete die Vorsitzende Petra Breßem über den Aufwind. Die Zuwendung wird für die Ausrichtung der Jubiläumsfeier zurückgelegt.

Ernste Töne schlug Bürgermeister Rainer Burelbach mit Blick auf die Sicherheitslage an, denn in Krisenzeiten brauche es verlässliche Strukturen vor Ort. Der „Bundeswehr-Reservisten-Bergstraße e.V.“ um Rüdiger Hamann investiert seine Zuwendung deshalb in eine eigene mobile Feldküche. Das Gerät soll künftig zwei primäre Aufgaben erfüllen, indem es einerseits eine autarke Einsatzbereitschaft im Notfall gewährleistet und andererseits die Verpflegung bei Traditionsfesten wie dem Nikolausmarkt absichert.

Eine Erfolgsmeldung hatte das Team von Antenne Bergstraße im Gepäck. Das ehrenamtliche Lokalradio feierte in diesem Jahr nicht nur sein 25-jähriges Bestehen, sondern bedankte sich ausdrücklich für die Sparkassenspende des Vorjahres. Diese hatte es den Radiomachern ermöglicht, nach vier bis fünf Jahren Pause endlich wieder für einige Tage auf UKW zu senden, um die interkulturelle Woche zu begleiten. Da die terrestrische Frequenz kostspielig ist, läuft das reguläre Programm sonst nur im Webradio. Einen lebenswichtigen Beitrag leistet die Heppenheimer DLRG im Schulterschluss mit der Stadt und dem Pharmaunternehmen Infectopharm. Der Ortsverband darf das firmeneigene Richter-Gebäude künftig kostenlos als neues Vereinsdomizil nutzen. Ein Teil der Sparkassenspende fließt in den Umbau der Räume. Das Hauptaugenmerk gilt jedoch der von Infectopharm geförderten Schwimmausbildung von Kindern. Im Sommer im Heppenheimer Freibad und im Winter im Hallenbad Einhausen laufen derzeit sechs Kurse parallel mit dem Ziel, dass jedes Kind unabhängig vom Geldbeutel der Eltern schwimmen lernt. Für heitere Momente sorgte schließlich das Heppenheimer Brauchtum.

Während der „Imkerverein 1880 Heppenheim und Umgebung“ dafür gewürdigt wurde, der Stadt jährlich zwölf Gläser Honig für Bedürftige zu überlassen, feierte die Frauenbundfastnacht eine echte Premiere. Passend zum anstehenden 77-jährigen Jubiläum erhielten die Närrinnen ihre allererste Spende aus dem städtischen Fördertopf. Bei vier alljährlich ausverkauften Sitzungen bedeutet das eine willkommene Unterstützung für die engagierten Frauen.